Wieder und wieder bemühen sich unsere Gedanken, uns etwas weis zu machen. Wann ist es an der Zeit, dass wir uns fallenlassen?
Wieder und wieder bemühen sich unsere Gedanken, uns etwas weis zu machen. Wann ist es an der Zeit, dass wir uns fallenlassen?
Einen Moment der Stille genießen zu dürfen. Das war es immer, was mir vorschwebte. Als kleines Mädchen hatte ich all das. Essen und still sein, meine Tagesfavoriten! Doch wie es das Leben so möchte, können wir uns nicht immer mit dem umgeben, was uns wichtig ist. Es ist so viel mehr „da draußen“, was sich für uns interessiert. Also bin auch ich nicht länger mit mir auf dem Sofa gesessen und habe mich aufgerappelt, um zu entdecken.
Was ich vorfand waren außerordentlich direkte Botschaften. Die von Menschen, Dingen und durch Handlungen anderer Menschen. Wie könnte ich da nicht abgelenkt werden von meinen eigenen Gefühlen und Befindlichkeiten?
Es war die Hölle. Wie konnte ich mich überhaupt noch fühlen? Das ist mir bis heute ein Rätsel. Aber das gehört vermutlich zum eigenen Überleben.
Wir können uns nicht aussuchen, womit wir konfrontiert werden. Es liegt nicht in unserer Macht, was sich auf uns zubewegt.
Es ist eine Kunst, stattdessen unermüdlich auszurichten, was in unserem inneren Kosmos stattfindet und Aufmerksamkeit einfordert. Navigieren wir handlungsunfähig hektisch hin und her, sind wir auch im Alltag unausgeglichen.
Sicherheit entsteht nicht durch eine Handlung. Es ist das Gefühl der Nähe zu unseren Gefühlen, diesem eigenen inneren Benehmen, das uns einen kleinen Handlungsspielraum zugesteht.
Wenn wir also handeln, bevor wir über uns selbst etwas herausgefunden haben, haben wir keine guten Karten. Weitere Handlungen werfen dann unweigerlich neue Fragen und Konzepte auf, deren Inhalten wir nicht unbedingt Folge leisten möchten. Der Teufelskreis beginnt.
Sobald sich innerhalb dieser Erkenntnisse also ein Gefühl von Freude, Nähe oder auch Chaos in uns darstellt, haben wir verstanden. Denn es ist nicht wichtig, ob wir uns durch ein Durcheinander im Außen natürlich bewegen können. Es ist viel wesentlicher, dass wir uns fühlen, während diese Elemente auf uns niedergehen. Damit sind wir zwar hilfreich und hilflos zugleich, haben auch in diesem Falle kaum eine Möglichkeit, die Dinge abzuwenden, sind jedoch innerlich in der Lage zu filtern und uns wieder auszurichten.
Obwohl ich diese Kunst der inneren Haltung nun schon jahrelang praktisch ununterbrochen praktizieren musste, ist es mir nicht leichter Heute. Aber es ist doch ein Segen.
Ein Gefühl von Nähe zu meinem eigenen liebevollen Dasein und Gefühl, dass ich immer für mich da bin.