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BLOG
Zurück am Schreibtisch

Veröffentlicht am 3. Januar 2023

Community – das Schlagwort schlechthin! Nun habe ich tatsächlich Lust darauf.

Ich möchte mich einbringen, das sagen, wofür anderenorts kein Platz und Raum ist. Geschweige denn ein Ohr.

Doch wem soll das alles etwas nützen? Zunächst einmal mir.

Schreiben hat mir Frieden gebracht.

Darum teile ich hier ausgewählte Tagebucheinträge. Ich kehre zurück zu bewegenden Momenten, schaue sowohl auf aktuelle wie weit zurückliegende Ereignisse und möchte zelebrieren und wertschätzen, was diese Überlegungen mir ermöglicht haben. Nämlich Dingen in der Tiefe nachzuspüren, die im Außen so nicht sichtbar sind.

Ich möchte Sie einladen und ermutigen, mit sich in einen steten und regelmäßigen Austausch zu treten. Egal wie, es muss ja nicht gleich das klassische Tagebuch sein. Sie werden wissen, was für Sie passend ist. Doch hören Sie hin! Sie sind es wert, gehört zu werden.

Was bedeutet für dich Gemeinschaft? Wie möchtest du dich einbringen?
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Der innere Radiosender

Veröffentlicht am 9. Juni 2026
Der Wächter

Manchmal schaue ich auf mein Leben und denke: Eigentlich könnte jetzt alles gut sein.

In mir fühle ich mich sicher. Ich fühle mich geliebt. Vollständig. Ruhiger als je zuvor. Viele der alten Kämpfe sind vorbei. Die Stürme haben sich gelegt. Und doch wirkt mein äußeres Leben manchmal so, als hätte es diese Nachricht noch gar nicht erhalten.

Meine Lebensräume sind noch nicht überall dort angekommen, wo ich innerlich längst bin.

Ich frage mich dann: Wie kann das sein?

Wie kann der Unterschied zwischen innen und außen so groß sein? Warum scheint das Leben manchmal mit einer Zeitverzögerung zu arbeiten?

Ich wünsche mir natürlich, dass das, was ich in mir bereits fühle, auch sichtbar wird. Dass mein Alltag, meine Beziehungen, meine Arbeit und meine Lebensumstände beginnen, dieselbe Sprache zu sprechen wie mein Herz.

Lange Zeit dachte ich, dafür müsse ich einfach mehr tun. Mehr planen. Mehr organisieren. Mehr ausprobieren. Mehr voranbringen.

Gestern habe ich genau das getan. Ich war schnell. Ich war beschäftigt. Ich hatte Ideen. Ich wollte Dinge bewegen. Ich wollte Ergebnisse sehen. Am Ende des Tages war ich erschöpft.

Nicht die gute Müdigkeit nach einem erfüllten Tag. Sondern eine tiefe Erschöpfung. So sehr, dass ich nichts mehr sehen, nichts mehr essen und nicht mehr zur Ruhe kommen konnte. Und genau dort fiel mir etwas auf.

Das meiste von dem, was ich getan hatte, kam gar nicht aus meinem Gefühl. Es kam aus meinem Kopf. Aus dem Wunsch, etwas zu erreichen. Nicht aus dem Ort in mir, der bereits wusste, was heute wirklich dran gewesen wäre. Ich stelle mir das inzwischen wie einen Radiosender vor.

Jeden Morgen habe ich die Möglichkeit, mich einzustimmen. Doch oft drehe ich einfach am Regler herum, bis irgendein Sender zu hören ist. Dann läuft dieser Sender den ganzen Tag im Hintergrund. Mal sendet er Hektik. Mal sendet er Druck. Mal sendet er Sorge. Mal sendet er Leistung.

Daran ist nichts falsch. Es ist einfach nur der Sender, der gerade eingestellt wurde. Die eigentliche Frage lautet jedoch:

Habe ich mir überhaupt die Zeit genommen, bewusst hinzuhören? Habe ich zuerst gefühlt, was heute in mir gespielt wird? Vielleicht läuft dort heute gar kein schneller Takt. Vielleicht sind es ruhige Klänge. Vielleicht Weite. Vielleicht Freude. Vielleicht etwas ganz Zartes, das keinen Lärm verträgt.

Wenn ich diesen Sender zuerst wahrnehme, verändert sich alles. Dann räume ich nicht hektisch die Küche auf, sondern in Ruhe. Dann erledige ich Aufgaben nicht gegen mich selbst, sondern mit mir. Dann entsteht etwas Seltenes:

Ich habe plötzlich Zeit.

Nicht weil mehr Stunden auf der Uhr wären.

Sondern weil ich nicht gegen meine eigene innere Musik arbeite.

Vielleicht brauchen wir genau das viel öfter. Nicht noch mehr Pläne. Nicht noch mehr Optimierung. Nicht noch mehr Geschwindigkeit. Sondern einen Moment der Einstimmung. Einen Moment, in dem wir uns selbst zuhören. Nicht aus Romantik. Nicht aus Sentimentalität. Sondern weil unser Herz eine Richtung kennt, die unser Verstand oft erst später versteht.

Wenn wir uns mit diesem inneren Sender verbinden, entsteht Wärme. Freundlichkeit uns selbst gegenüber. Verständnis. Mitgefühl. Und manchmal sogar Freude. Wir beginnen, uns von innen heraus zu füllen. Vielleicht ist das heute die eigentliche Aufgabe. Nicht sofort die Welt zu verändern. Sondern zuerst den richtigen Sender einzustellen.

Und dann zu schauen, wohin uns die Musik des eigenen Lebens trägt.


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Das Schicksal – Wenn das alte Leben nicht zurückkehrt

Veröffentlicht am 5. Juni 2026
Das Schicksal

Ich habe heute mein altes Leben wiedergesehen. Es kam mir erst gar nicht so schlimm vor. Ich wollte nur den Rasen mähen in einem Schrebergarten, der mir gar nicht mehr gehört.

Es ist noch nicht alles abgewickelt dort. Meine Verpflichtungen sind zwar bereits erfüllt, doch die Pachtzeit läuft noch bis November. Also will der Sommer natürlich noch innerhalb dieses Gartens gestaltet werden. Heißt: Pflege. Doch als ich mich zwingen wollte, dort mitzumachen, mich einzubringen, wieder Hand anzulegen, konnte ich es nicht über mich bringen. Etwas war vorüber.

Die Schätzung, welcher Teil des Hauses zurückgebaut werden muss, sowie die Bewertung der Bäume auf dem Grundstück und die Entscheidung darüber, welche gefällt werden müssen – all das wird heute Nachmittag begutachtet und entschieden. Ich wollte einfach alles in meiner Macht Stehende versuchen, um dem Prüfungskomitee einen sauberen Garten vorzuführen. Doch das Schicksal möchte es nicht.

Seit Tagen versuche ich, mich zu Fuß oder mit dem Fahrrad diesem alten Leben wieder anzunähern. Gleichzeitig wurde ich immer schneller und emsiger in meinen Bemühungen, mein neues Leben auf Spur und ins Laufen zu bringen. Bis nachts um zwei saß ich am Rechner, klickte, recherchierte, schrieb und gestaltete. Es gab keine Regeln oder Limitierungen. Alles, was ich wollte, konnte ich nun umsetzen.

Dieser Erfolg hätte sich eigentlich gut anfühlen müssen. Stattdessen war ich immer wieder in Gedanken beim Garten und den damit einhergehenden Verpflichtungen. Heute Morgen stürzte ich, nachdem es gestern Nachmittag wieder nicht gegangen war, weil es hagelte und aus Eimern schüttete, zum Garten.

Das Gras stand oberschenkelhoch und blühte. Der Boden war nass und satt vom langen Regen. Im Gewächshaus war der Salat, den ich im März noch guter Dinge ausgesät hatte, geschossen. Ungenießbar.

Ich hastete zur Veranda, schloss die Tür auf und griff nach den Akkus für die beiden Rasenmäher, die ich vor Tagen geladen hatte. Als ich sie nacheinander vom Schuppen nach vorne schob, sprang weder der eine noch der andere an.

Sie waren nicht auf meiner Seite.

Ich wollte es unbedingt versuchen. Vor der Mittagspause um 13 Uhr fertig werden. Irgendetwas retten.

Ich habe kapituliert. Nicht vor der Arbeit. Nicht vor dem Garten. Sondern vor der Vorstellung, dass sich mein altes Leben noch einmal zum Blühen bringen lässt.


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Der einfachste Weg in den Garten ist durch das Moor

Veröffentlicht am 19. Mai 2026
Geometrisches Kirchenfensterbild in Blau- und Grüntönen als visueller Raum des inneren Friedens.
Summer Solstice (Lucy Winderlich, 6/2025, Aquarell auf Papier)

Mein Herz schwingt sich wieder ein. Das macht alles schon nichts aus. Ich kann mir kaum erklären, wieso es schon wieder so in meiner Brust zu hämmern anfängt. Es ist doch alles befriedet.

Nein, sagt mir ein Gefühl. Ist es nicht. Da ist noch etwas. Eine gewisse Feinheit ist „übriggeblieben“. Ich bleibe stehen. Es ist doch nichts? … irgendetwas ist heute hier und jetzt anders als gewöhnlich.

Mit jedem Atemzug, den ich weiter in mich hinein lausche, hämmert mein Herz nur noch stärker. WAS IST ES???

>> Ich komme nicht aus dem Moor. Hier wäre es super schön gewesen, aufzuwachsen. Es hätte niemanden interessiert. Nicht, dass sich Menschen großartig für mich interessieren. So ist es nicht. Ich bestehe nicht aus Sternenstaub, der mir auf der Nasenspitze klebt. Insofern ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass ich die meiste Zeit in Ruhe vor mich hin lebe.

Es ist vielleicht die Würde des Moores, die es mir angetan hat. Alles wächst weiter, obwohl der Untergrund übersät ist mit abgestorbenen Pflanzen, umgestürzten Baumstümpfen, Moos auf feucht gewordenen Rinden und einem unübersichtlichen Gestrüpp auf einem nassen oder noch ein wenig feuchten Untergrund. Wie kann ein Wesen so unbeeindruckt bleiben vom Verfall des eigenen Lebens?

Das Moor gedeiht prächtig. Gerade heute sehe ich es wieder, als wäre ich das erste Mal hier. Alles ist saftig, genährt – und wird in Ruhe gelassen. Wie schön wäre es gewesen, ich hätte so ein Leben gehabt …

Die Sentimentalität über mein eigenes Leben dürfte sich stimmig anfühlen. Ist es aber nicht. Wie gesagt, etwas hämmert unaufhörlich. Was kann es noch sein, was mich nicht in Frieden meiner Wege gehen lässt?


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Liebe

Veröffentlicht am 24. November 2023

Tagebuch Eintrag*

Ich habe mich daran gewöhnt. Mein Glück hängt mir immer im Nacken.

Auch wenn ich nicht spezifisch „gläubig“ bin, so wusste ich doch mein Leben lang, worum es geht. Lieben.

Warum konnte ich mich nicht damit arrangieren, das Gefühl anzunehmen? Wäre es zu viel gewesen?

Mein eigenes kleines Licht und die Liebe, alles in mir besagt immer wieder, wie glücklich ich mich schätzen kann. Nun, das tue ich. Nur bin ich manchmal ein bisschen ignorant.

Wer mich kennt weiß meine Geschichte vermutlich zu schätzen. „Licht und Liebe sind nicht alles im Leben!“ Nun, für mich bedeuten sie mein Leben. Alles andere ergibt einfach keinen Sinn.

*keine Rechtschreibprüfung


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Folge 21: Das eigene Naturell

Veröffentlicht am 24. November 2023

Ein hektischer Alltag kann uns ablenken von dem, was wir tief in uns als Wahrheit empfinden. Wie können wir uns wieder an das Positive, an unsere Gaben erinnern? Gibt es sie heute noch? Und wenn ja, wo sind sie?

www.lucywinderlich.de | Energy Healing Art #kaleidoskopdesfriedens

https://episodes.castos.com/61a66e1547acb2-02318460/97034675-cfb4-4aab-ac03-7bd2b8680ab7-21POD-DAS-EIGENE-NATURELL.m4a

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Schattenplätze

Veröffentlicht am 20. November 2023

Tagebuch Eintrag*

Manch Schattenplatz vermag sich mir gänzlich neu zu eröffnen. Er bekommt Licht! Wie kommt das?

Ich vermute, es liegt an der fehlenden Dunkelheit, dass sie sich anders anfühlen als sonst. Wie sonst wäre es möglich, sich so zu verändern?

Mein Leben mag sich karg anfühlen, wenn ich auf diesen Plätzen lebe. Es wächst nicht viel. Und doch bin ich glücklich. Weil sie sicher sind. Für mich.

Mein Licht bekommt mehr und mehr Zuspruch. Das macht mich froh. Es ist ungewohnt, mich dem Licht selbst vollends zuzuwenden. Meine eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen konnte ich mir lange Zeit nicht anders vorstellen.

Nun bekommt mein Schattenplatz ein neues Glücksmoment. Licht! Im Weltlichen. Im Tatsächlichen.

Danke für all das schöne Licht. Es wärmt mich.

*keine Rechtschreibprüfung


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Platz einnehmen

Veröffentlicht am 19. November 2023

Tagebuch Eintrag*

Die Welt ist voller Eindrücke. Meine kommen noch hinzu. Welchen sollte ich mehr Platz einräumen?

Ich komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass ein eigener Platz im Leben einfach unausweichlich ist. Selbst, wenn er noch so mickrig ist.

Ich habe ein Recht und einen Anspruch auf meine eigenen Bedürfnisse. Sehen sie anders aus als die der anderen? Manchmal. Und selbst wenn nicht, so gehören sie mir. Das reicht, um dafür Platz einzuräumen.

Spende ich mir selbst mehr Platz? Wie? Kann es nicht sein, dass mein eigener Platz Freude bereithält?

*keine Rechtschreibprüfung


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Folge 20: Etwas Schönes

Veröffentlicht am 17. November 2023

Können wir uns vielleicht mal auf was Schönes konzentrieren?!

Zwiegespräche mit Lucy Winderlich • Energy Art • #kaleidoskopdesfriedens www.lucywinderlich.de

https://episodes.castos.com/61a66e1547acb2-02318460/426fb562-5e95-4269-a5d5-56ef6cb31bf1-20POD-ETWAS-SCH-NES.m4a

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Könnte ich mich nicht „einfach“ verwirklichen?!

Veröffentlicht am 12. November 2023

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Folge 19: Das eigene Wetter – Navigationshilfe für die eigenen Bedürfnisse

Veröffentlicht am 10. November 2023

Die Welt steht Kopf. Kriege und Verwüstung prägen unsere Medien.

Wie können wir uns in gewaltsamen Zeiten auf uns selbst besinnen?

https://episodes.castos.com/61a66e1547acb2-02318460/f7fa1a2a-9a30-47ab-b513-d4e205b0c6c9-19POD-DAS-EIGENE-WETTER.m4a

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