Durch dick und dünn. Mit mir allein kann ich reisen. Doch wie kann ich mich mit mir im Reinen fühlen, wenn ständig etwas von innen an mir zieht?
Ich kann mir vorstellen, wie es mit dem Leben an und für sich ausgeht. Nicht gut. Wir sterben. Das meine ich nicht. Wir genießen jeden Moment, hieven unsere Gedanken an Deck und fühlen, wie unser Kahn ächzt unter der tonnenschweren Ladung.
Können wir wirklich, also wirklich davon ausgehen, dass jedes Gefühl wichtig für uns ist?
Die Antwort ist natürlich Ja. Aber nur, weil wir aus ihnen ableiten können, wie es uns geht. Es bedeutet im Gegenzug nämlich nicht, dass wir jedem Gefühl so viel Beachtung schenken, dass wir daraufhin reagieren beziehungsweise handeln. Nichts kann das im Übrigen. Uns dazu verdonnern, ständig auf Abruf zu sein. „Welches Gefühl kommt wohl als nächstes?“ Hmm.
Das kann sich so nicht für uns lohnen. Es sind Mittel und Möglichkeiten, Angebote. Doch jede Stimme in uns hat auch ein Recht auf ihre Autorität, nicht wahr? Wir könnten mit ihr reden. Doch wäre es nicht schlauer, wir wären selbst so stark, dass wir uns nicht von jedem Mucks in uns aus der Fassung bringen ließen?