Ziele? Habe ich nicht. Ich will meinen Frieden, darum rede ich.
Alles andere kann mir gestohlen bleiben. Wenn es etwas gibt, das mich bewegt, so sind es meine eigenen Überlegungen. Für Außenstehende mag das arrogant klingen. Egozentrisch. Doch sind wir das nicht alle?
Es gibt kein uneigennütziges Handeln. Alles, was wir anfassen, machen wir aus uns selbst heraus, aus dem Moment, aus dem Körper, aus dem Leben heraus, das uns geschenkt wurde. Denn selbst das war ja nicht unser bewusstes Dazutun.
Ich möchte mich also gleich wieder in meine Welt zurückziehen, so haben wir es leichter miteinander. Alles, was ich kann, waren Tagebücher. Sie liegen hier. Das wird auch so bleiben müssen. Mit dem Unterschied, dass wir uns jetzt darüber unterhalten können, wenn das Interesse für mich da wäre? Nein, um mich geht es nicht. Es sind Gefühlswelten, die mich interessieren. Deine, meine, unsere.
Von klein auf war mein Leben auf Mitmenschen ausgerichtet. Sie zu sehen war kein Thema, sie leben nun mal hier genau wie ich. Mit der Zeit entwickelte ich Hilfe, also das Bedürfnis, für andere da sein zu wollen. Sie haben nicht einmal darum gebeten. Es war also wieder ein innerer Drang, der im Außen befriedigt werden wollte. Und das habe ich, ob Menschen nun wollten oder nicht. Ich sprach mit ihnen über ihre Gefühle, weil mich zeitlebens nichts anderes interessiert hat.
Sobald sich Menschen auf diesem Podest wiederfanden, fingen sie an. „Oh, wie schön, dass mir jemand zuhört!“ Dann haben sie gar nicht wieder aufgehört. Und ich war zunächst im siebten Himmel.