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BLOG
Erkenntnisse

Veröffentlicht am 15. Mai 2023

Wieder und wieder bemühen sich unsere Gedanken, uns etwas weis zu machen. Wann ist es an der Zeit, dass wir uns fallenlassen?

Wieder und wieder bemühen sich unsere Gedanken, uns etwas weis zu machen. Wann ist es an der Zeit, dass wir uns fallenlassen?

Einen Moment der Stille genießen zu dürfen. Das war es immer, was mir vorschwebte. Als kleines Mädchen hatte ich all das. Essen und still sein, meine Tagesfavoriten! Doch wie es das Leben so möchte, können wir uns nicht immer mit dem umgeben, was uns wichtig ist. Es ist so viel mehr „da draußen“, was sich für uns interessiert. Also bin auch ich nicht länger mit mir auf dem Sofa gesessen und habe mich aufgerappelt, um zu entdecken.

Was ich vorfand waren außerordentlich direkte Botschaften. Die von Menschen, Dingen und durch Handlungen anderer Menschen. Wie könnte ich da nicht abgelenkt werden von meinen eigenen Gefühlen und Befindlichkeiten?

Es war die Hölle. Wie konnte ich mich überhaupt noch fühlen? Das ist mir bis heute ein Rätsel. Aber das gehört vermutlich zum eigenen Überleben.

Wir können uns nicht aussuchen, womit wir konfrontiert werden. Es liegt nicht in unserer Macht, was sich auf uns zubewegt.

Es ist eine Kunst, stattdessen unermüdlich auszurichten, was in unserem inneren Kosmos stattfindet und Aufmerksamkeit einfordert. Navigieren wir handlungsunfähig hektisch hin und her, sind wir auch im Alltag unausgeglichen.

Sicherheit entsteht nicht durch eine Handlung. Es ist das Gefühl der Nähe zu unseren Gefühlen, diesem eigenen inneren Benehmen, das uns einen kleinen Handlungsspielraum zugesteht.

Wenn wir also handeln, bevor wir über uns selbst etwas herausgefunden haben, haben wir keine guten Karten. Weitere Handlungen werfen dann unweigerlich neue Fragen und Konzepte auf, deren Inhalten wir nicht unbedingt Folge leisten möchten. Der Teufelskreis beginnt.

Sobald sich innerhalb dieser Erkenntnisse also ein Gefühl von Freude, Nähe oder auch Chaos in uns darstellt, haben wir verstanden. Denn es ist nicht wichtig, ob wir uns durch ein Durcheinander im Außen natürlich bewegen können. Es ist viel wesentlicher, dass wir uns fühlen, während diese Elemente auf uns niedergehen. Damit sind wir zwar hilfreich und hilflos zugleich, haben auch in diesem Falle kaum eine Möglichkeit, die Dinge abzuwenden, sind jedoch innerlich in der Lage zu filtern und uns wieder auszurichten.

Obwohl ich diese Kunst der inneren Haltung nun schon jahrelang praktisch ununterbrochen praktizieren musste, ist es mir nicht leichter Heute. Aber es ist doch ein Segen.

Ein Gefühl von Nähe zu meinem eigenen liebevollen Dasein und Gefühl, dass ich immer für mich da bin.

zum Kaleidoskop des Friedens

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Festivitäten

Veröffentlicht am 2. Mai 2023

Können wir eigentlich „still“ sein, während andere eine Party feiern? Und wer erlaubt es uns, so zu feiern, wie wir es möchten und eben nicht genau so, wie es der Vibe gerade vorgibt? Der Versuch einer Erklärung.

Wir haben Verständnis, sobald es jemandem nicht gut geht. Doch wenn das bedeutet, dass sich auf einer Party jemand nicht mit der Masse bewegt, geht das dann auch in Ordnung? Vielleicht verführen wir diese Person zu einem Getränk, wenn wir unsicher sind. Oder wenn wir ihn nicht mehr aushalten, den aktuellen Moment.

Das Gefühl damit ist tatsächlich vertrakter als der eigentliche Zweck dieses Partygefühls. Wir möchten uns zerstreuen, miteinander sein, uns nicht mit den alltäglichen Dingen befassen und genießen, dass wir leben. So die Theorie. Und dann?! Wenn es jedoch nicht länger schön ist, während wir so herumhüpfen, könnten wir uns nicht einfach in die Stille stürzen?

Diese Vorstellung beflügelt nur die wenigsten unter uns. Wenn wir mit dem Gefühl der Stille gingen, während die Party in vollem Gange ist, würden wir den Vibe der Party nämlich beeinflussen. Die anderen Gäste könnten uns dann zwar nicht unbedingt in der Gänze lesen und spüren, doch sie könnten zumindest fühlen, dass sich „etwas“ verändert hat.

Dieser Vibe, von dem ich spreche, kommt schließlich aus uns selbst heraus.

Es gibt auch in uns einen Klang, einen Ton, der sich zugunsten unserer eigenen Gefühle ausdehnt oder verstummt. Jedes Mal, wenn wir uns auf uns einlassen, stimmen wir diesen Ton an. Dabei ist es fürchterlich egal, ob wir dabei in einem Bus sitzen, auf die U-Bahn warten, im Garten Beikraut entfernen oder auf einer Party auf das nächste DJ Set warten. Es ist und bleibt unser eigener Song, der in uns spielt.

Je mehr wir uns dessen bewusst sind, werden wir vernünftig. Denn nur so gelingt es uns auch innerhalb einer Massenveranstaltung Spaß zu haben, ohne uns die Mittel der Industrie, Chemielaborant:innen oder gar der Werbung zu eigen zu machen. Wir bleiben frei. Das ist doch der beste Vibe.


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Die Suche hat ein Ende

Veröffentlicht am 15. März 2023

Wir haben allesamt Mittel und Jetzt auch Wege bekommen, mit denen wir hier ein gutes Zuhause bauen könnten. Ob wir es tun, kommt lediglich auf uns selbst an.

Nichts kann nun noch einmal auf einen Gedanken verweisen, der sich im Geiste komisch anfühlt.

Es kommt nicht mehr so sehr auf das angefangene Stück Land an, auf dem man sich Zuhause einrichten möchte. Es liegt am eigenen Verständnis mit sich und dem Leben, ob ein Frieden gelingt.

Die Nähe zu uns selbst mag still und leise sein von außen. Sie zu vernachlässigen kommt jedoch einem Todesurteil nahe.

Wie kann ein innerer Frieden werden, was er verspricht, wenn er keinen Raum bekommt zu gedeihen und zu erstrahlen im eigenen Licht?

Dazu fällt dir etwas ein? Schreib mir gerne!

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Glück ist nicht alles

Veröffentlicht am 15. März 2023

Wie kann es sein, dass wir uns nicht länger mit dem eigenen Leben beschäftigen, sobald wir mit weltlichen Dingen beschäftigt sind?

Ich habe das Gefühl in mir getragen, dass sich dieser innere wie auch innerliche Prozess des „ich bin jetzt für mich hier“ nicht länger gut anfühlt. Das war vor etwa 10 Jahren. Darum war ich auch böse auf mich, als keine Ängste mehr dazukamen. Wie hätte ich „weitermachen“ können oder auch wollen, wenn es nichts Neues mehr in mir zu erfahren gäbe? Das konnte ich mir nicht vorstellen.

Nun, weit gefehlt. Ich habe verstanden, dass es sich nicht länger um mich dreht, das Gefühl der Nähe. Ich bin die Nähe! Das ist allerhand. Jetzt könnte ich behaupten, dass sich das gut anfühlt. Doch das stimmt so nicht. Nicht ganz.

Meine Welt ist nicht mehr so kompliziert wie früher. Damals habe ich um Verständnis für mich gerungen, wollte es noch einmal versuchen, mit mir auszukommen. Heute bin ich mit mir, egal, was kommt oder, oder, oder. Es spielt einfach keine Rolle mehr, wer gerade mit mir ist oder was geschieht. Ich bin hier und das ist die Hauptsache für mich. Ist das egoistisch?

Wie können wir mit einem Gefühl in uns leben, dass sich nicht länger gut anfühlt, sondern einfach für uns sorgt und uns versorgt mit neuem Leben, stündlich, täglich, immer? Ich kann mir kaum erklären, wie ich hierhergekommen bin. Ist es denn wichtig? Vermutlich nicht. Einzig und allein der Innere Kompass lehrt mich heute, wie wichtig die Arbeit mit meinem Inneren gewesen ist. Damals, als es nichts anderes gab als das Gefühl, in mir abzutauchen und mich mit dem zu befassen, was mich gerade bewegte. Doch auch hier war das Weltliche immer von einer großen Bedeutung. Es hat mir aufgezeigt und gegeben, was ich in mir bewegen wollte. Heute ist daraus eine große Suppe geworden. Es ist nichts mehr übrig von dieser Trennung „Außen und Innen“. Nichts gehört irgendwohin.

Eine größere Überlegung daran ist vermutlich auch, dass es sich nicht mehr so sehr „um mich“ dreht. Es gab ja immer wieder die Tendenz, für mich nicht einmal überlegen zu müssen, was ich will sondern stattdessen vollkommen und Hals über Kopf zu zerreden, zu analysieren oder gar zu plakatieren, was gerade Schlimmes in mir und meinem Leben auf mich zugerast kam. Somit war ich immer in der Mitte meines Lebens, also auch immer die Betroffene, das Opfer, die Handlungsunfähige oder eben auch die Täterin des eigenen Handelns.

Das ist natürlich fürchterlich anstrengend, nicht wahr? Wie könnte ich mir da erlauben, abzuschalten oder auch nur einen Hintergrundgedanken an eine schöne Lebensweise zu verschenken? Das war ausgeschlossen.

Heute ist das alles ein wenig verschoben worden gedanklich. Es ist nicht mehr wichtig. Spielten früher Gefühle eine große Rolle, um mir zu helfen oder mich zu zentrieren, bei welchem Unterfangen auch immer, so bin ich heute auch nicht mehr so sehr darauf angewiesen. Es spielt ja eh eine untergeordnete Rolle, wo ich bin und was geschieht. Wichtig ist einzig und allein, dass es mich gibt. Denn nur so kann und darf ich alles erfahren, was auch immer dieses Was dann ist. Das ist doch die Hauptsache.

War das interessant? Schreib mir gerne, wie es dir damit geht.

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Abhilfe schaffen

Veröffentlicht am 14. März 2023

Wer oder was kann unserem inneren Druck auf die schnelle Abhilfe verschaffen?

Gelingt es uns wirklich, uns zu nullen, also wieder wie neugeboren aus dem Urlaub zurückzukommen? Oder aus dem Meeting mit einer Vorgesetzten nach einer Gehaltsverhandlung? Sind das realistische „Erleichterungen“?

Natürlich hilft ein Erfolg oder Urlaub ungemein. Doch wie es mir damit langfristig geht, dieses „Wenn XY passiert, dann entspanne ich mich!“ Spielchen zu spielen, möchte ich kritisch betrachten.

Ich glaube nicht an eine schnelle Lösung. Im Urlaub krank zu werden war jahrelanger Standard für mich. Somit war das meine Form der Entspannung?!

Kannst du dir vorstellen, mit dir im Einklang zu sein? Keinen Urlaub mehr nehmen zu müssen, um mit dir in einen kurzweiligen Austausch zu flüchten? Denn das ist es doch, oder? Wir flüchten vor dem Alltag in die Berge, an den Strand, ins Abenteuer zu vielen, vielen lieben Menschen, die uns ablenken. Doch nach zwei Wochen steht das Karussell wieder da, wo es immer schon war: Auf seinem Platz, der uns sagt „Vergiss und arbeite. Wenn du artig bist, darfst du in ein paar Monaten kurz aussteigen. Doch für den Moment drehen wir uns wieder schneller und schneller und schneller.“

Abhilfe erkennen wir daran, dass sich Mittel und Wege für uns gut anfühlen, egal wohin sie führen. Wir fühlen den Moment, das Knacken der Kiesel unter unseren Sohlen macht uns glücklich, wir strahlen, weil wir vorwärts laufen, einen Schritt nach dem anderen.

Wege im Karussell dürfen genauso sein. Wir können und dürfen genießen, egal wo wir sind und leben. Doch wenn wir nicht mehr glücklich sind, sobald wir in der Gemeinschaft tätig sind, haben wir den Anschluss an uns verloren und brauchen Abstand.

Um zu erfühlen, was uns fehlt kann eine Auszeit genügen. Meistens verfallen wir dann in Tagträume und bemerken erst viel zu spät, dass dieser Traum möglich gewesen wäre. Doch dann stecken wir schon wieder viel zu tief im Karussell des Lebens und sind daran gewöhnt, alles von vorne bis hinten im Vorfeld zu wissen. Was passiert, ist von nun an kalkuliert. Und der kleine Kiesweg, auf dem wir im Urlaub so gerne unterwegs waren, ist jetzt nicht mehr da. Die Blümchen, die uns am Feldrand inspiriert haben, stehen verwelkt in einer Vase. Gemalt haben wir sie nicht. Dafür waren wir viel zu beschäftigt.

Wie ergeht es dir in deinem Alltag? Schreib mir gerne!

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Fürsorge

Veröffentlicht am 13. März 2023

Mittel für eine ehrliche Fürsorge, welche fallen uns da sofort ein? Mittel. Was wäre damit gemeint?

Weltlich betrachtet könnte man jemandem eine Banane auf der Straße schenken, einer Person über die Straße helfen oder auch weiterführende Hilfe anbieten. Dagegen spricht nichts.

„Weltlich“ bleibt jedoch immer ein Versuch. Handlungen, Aktionen, Projekte, Verabredung, Kooperation, wie wollen wir diese „vereinbarten Fürsorgen“ tatsächlich auffüllen? Mit Liebe, Verständnis, Nähe? Oder mit Erklärungen und neuen Plänen für ein besseres Leben?

Menschen brauchen selbst Unterstützung darin zu helfen. Es klappt nicht, wenn ich helfe und du mir dann nicht hilfst, wenn ich Hilfe benötige. Somit stehen wir immer nebeneinander und bilden eine Kette. Alles andere wäre nahezu fahrlässig. Denn sobald ich auf der einen Seite helfe, verschmälern sich meine eigenen Ressourcen. Nicht sofort, aber doch konkret und ziemlich deutlich. Sofern ich also keine Mittel finde, um mich aufzufüllen, habe ich ab sofort den Auftrag, meine Finger von anderen zu lassen, weil wir ansonsten das gesamte System, also die Reihe von Hand in Hand schwächen, aufhalten oder sogar langfristig in eine Gefahr bringen.

Hilfe und Mittel für eine ehrliche Fürsorge sind also Hände, die uns dabei helfen zu helfen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Möchtest du helfen, weißt aber nicht wie? Lass uns darüber sprechen, was dir gut tun könnte.

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Helfende Hände

Veröffentlicht am 12. März 2023

Wir können uns selbst helfen, indem wir uns für andere einsetzen.

Das ist kein Umweg, sondern Mittel zum Zweck. Denn auch so gelingt es uns, uns selbst näher zu sein, was wir ohne die Hilfe am gemeinsamen Bereich oder einer einzelnen Situation nicht gelingen würde. Zumindest nicht auf Anhieb.

Wir sind Herdentiere. Allein zu leben ist ein Luxus, den wir uns nur bedingt leisten sollten. Warum? Allein oder zusammen, das ist die Problematik. Wir denken, jede Person hat ihre eigene Privatsphäre zu erleben und zu verteidigen. Doch was ist denn da drin in dieser Privatsphäre?

Ich kann nachvollziehen, dass wir Abstand benötigen und auch Haltegriffe für uns alleine bauen, die uns helfen, wieder sozialen Austausch zuzulassen. Doch das Gefühl des Einsiedelns bringt uns in Teufels Küche.

Einmal einen Moment allein zu verbringen, ist ein Segen. Selbstredend! Doch wohin mit unserer Liebe, wenn nicht in die Handflächen unseres Gegenübers?

Wir brauchen einander so sehr. Für eben genau dieses Gefühl im Bauch, dass es uns wieder nach draußen zieht, in die Welt, zu anderen Menschen. Weil wir uns danach sehnen, helfen zu dürfen, um uns zu spüren. Denn ohne diesen Austausch sind weder unsere Hände noch die eigenen Herzschläge für die Länge eines Lebens gewappnet und würden recht schnell anfangen zu welken.

Helfen wir uns selbst, indem wir helfen? Hilft es dir, wenn deinem sehnsüchtigen Gefühl plötzlich ein Mensch gegenübertritt, der dich ehrlich ansieht, berührt in die Augen schaut? Es ist selten, weil wir uns kaum an die Bedeutung unserer eigenen helfenden Hände erinnern mögen. Es ist uns peinlich. Ja, wir genieren uns förmlich. „Ich? Ach, nicht der Rede wert. Ich war ja gerade in der Nähe.“ Richtig! In der Nähe.

Fühlst du dich allein? Ich bin hier

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Katastrophale Zustände

Veröffentlicht am 8. März 2023

Wir können es uns nicht leisten, nicht mit uns selbst zu kommunizieren.

Hilfe kommt grundsätzlich von außen? Weit gefehlt. Mittlerweile bin ich davon überzeugt worden, dass ich ein Helfersyndrom habe. Mehr als das, ich will und mache für alle alles. Doch das stimmt nur, solange ich nicht betroffen bin. Dann kommt auf einmal der Zweifel und will, dass ich ihm Recht gebe.

Mir allein genug zu sein, während natürlich Erste Hilfe immer noch durchgehend möglich wäre, ist früher ein abstrakter Vorgang für mich gewesen. Ich kam mir vor wie eine Spalterin. Eine Person, die sich nur um ihre eigene Nasenspitze dreht. Ich komme nicht umhin, das heute zu revidieren.

Selbsthilfe und Erste Hilfe sind nicht voneinander lösbare Prozesse und Vorgänge. Selbstliebe ist Erste Hilfe.

Erstens halte ich mir selbst dabei die Hand entgegen, gebe mir Raum, Platz, Halt, Ressourcen, was auch immer. Zweitens weiß ich immer, wie ich mich fühle und kann drittens gewissermaßen erahnen, was Menschen mit ähnlichen Lebensbedingungen erfahren haben oder gerade durchstehen. Das gibt mir genügend Kraft aber auch das Recht, Erste Hilfe anzubieten, sofern sie denn erwünscht und gefordert ist. Aber eben nur, sofern meine eigenen Bedürfnisse unabhängig von der Hilfeleistung an anderen gedeckt wurden. Nur so lässt sich verhindern, dass ich mich sowohl um mich als auch um andere bemühe, ohne das eine gegen das andere „Helfen“ aufzuwiegen.

Bist du für dich da? Wobei darf ich dich unterstützen?

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Benimmregeln

Veröffentlicht am 3. März 2023

Wer uns helfen möchte, braucht Mut.

Möchte ich mich lieben, kann ich mich selbst darum bemühen. Mittel und Wege für Eigenliebe und Fürsorge sind schließlich bekannt, geradezu topaktuell. Aber warum praktizieren wir sie nicht? Was hält mich davon ab? Was könnte denn Schlimmes dabei herauskommen?

Ich bin egoistisch. Schon immer gewesen.

Ich möchte mich um mich kümmern, mich liebhaben, genießen. Das ist es also nicht. Was ich aber feststellen musste, ist folgendes Phänomen: Sobald ich mir diesen Wunsch oder auch nur den Gedanken daran erlaube, kommt das schlechte Gewissen. Es piesackt mich erst leise, als dumpfes Surren in der Magengegend, dann später laut und deutlich in meinen Gedanken.

„Das darfst du nicht!“
„Diese Form der egoistischen Liebe ist ekelerregend.“
„Du wirst es nicht genießen können, weil ich es verhinderen werde!“
Damit hat sich die Sache dann meistens erledigt.

Mein Glück hängt nicht davon ab, was mir meine Gefühle verraten. Sie geben mir eine Menge Stoff, um nachzudenken, Nachforschungen anzustellen, welches Gefühl das Richtige ist für meinen Bedarf an Liebe. Denn an diesem Bedürfnis, mich zu lieben und zu pflegen, komme ich ja nicht vorbei. Es ist essenziell und überlebenswichtig. Zumindest was das Glück angeht.

Bist du glücklich? Was tust du dir Gutes?

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Hilfe

Veröffentlicht am 11. Februar 2023

Durch dick und dünn. Mit mir allein kann ich reisen. Doch wie kann ich mich mit mir im Reinen fühlen, wenn ständig etwas von innen an mir zieht?

Ich kann mir vorstellen, wie es mit dem Leben an und für sich ausgeht. Nicht gut. Wir sterben. Das meine ich nicht. Wir genießen jeden Moment, hieven unsere Gedanken an Deck und fühlen, wie unser Kahn ächzt unter der tonnenschweren Ladung.

Können wir wirklich, also wirklich davon ausgehen, dass jedes Gefühl wichtig für uns ist?

Die Antwort ist natürlich Ja. Aber nur, weil wir aus ihnen ableiten können, wie es uns geht. Es bedeutet im Gegenzug nämlich nicht, dass wir jedem Gefühl so viel Beachtung schenken, dass wir daraufhin reagieren beziehungsweise handeln. Nichts kann das im Übrigen. Uns dazu verdonnern, ständig auf Abruf zu sein. „Welches Gefühl kommt wohl als nächstes?“ Hmm.

Das kann sich so nicht für uns lohnen. Es sind Mittel und Möglichkeiten, Angebote. Doch jede Stimme in uns hat auch ein Recht auf ihre Autorität, nicht wahr? Wir könnten mit ihr reden. Doch wäre es nicht schlauer, wir wären selbst so stark, dass wir uns nicht von jedem Mucks in uns aus der Fassung bringen ließen?

Was regt dich auf? Möchtest du darüber sprechen?

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