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BLOG
Frieden

Veröffentlicht am 23. Januar 2020
Sicherheit im eigenen Gefühl

Frieden ist kein Satz oder ein Thema, das wir erreichen, weil wir es wollen. Er ist ein Prozess, der uns bewegt, verändert und ein Stückchen näher bringt an das, warum wir hier sein wollen. Um uns zu fühlen.

In diesen Tagen gibt es kaum ein Thema auf der Welt, das uns mehr beschäftigt als das Thema Frieden. Nur dass wir es immer und immer wieder auf die anderen schieben. „Wie kann er nur?“ „Was sollte das?“ „Warum gehen wir hier entlang?“

All das sind viele Fragen, die wir den anderen stellen, doch nur zu selten halten wir inne, um uns selbst ein Stück weit wieder einzufangen, zu finden, was uns wirklich am Herzen liegt. Und das ist die eigene Sicherheit. In uns selbst.

Wir können den inneren Frieden erst dann besprechen, wenn wir im Außen einen Schutz haben.

Das ist schon klar. Doch wie kann ich hier in inneren Gefilden navigieren, wenn im Außen so viel Schindluder getrieben wird?

Es ist meine eigene Verantwortung, einen Raum zu schaffen, in dem ich mich aufhalten kann, auch wenn die inneren wie äußeren Bedingungen nicht ideal sind.

Denn zu warten, bis die äußeren sich mit den inneren decken und mir sozusagen den richtigen Moment dafür schenken kann ich nicht er- oder gar abwarten. Darum bin ich gefragt, mich um mich selbst zu kümmern. Zuerst! Denn nur dann denke ich für mich selbst, aber auch im größeren Kontext.

Eine Frau kann sich nur um ihr Baby kümmern, wenn sie selbst getrunken hat. Denn ein Baby kann von ihr nur dann trinken, wenn sie Muttermilch produziert. Solange sie jedoch kaum einen Halt in sich gefunden hat, kann sie auch dem Kind nichts anbieten.

Mit dem Frieden sind ähnliche Voraussetzungen gefragt, mit denen wir uns zunächst in uns selbst besänftigen.

Eine Reise ins eigene Ich ist für viele ein Graus. Sie denken, dort lauern die größten Ungeheuer und sie finden keine Antworten außer die, die sie schon meinen zu kennen. Doch im Gegenteil!

Es gibt unzählige Orte, die wir hier noch nicht bereist haben, die sich gut und ruhig anfühlen, die uns Kraft geben und ein wenig Zeit für eine Pause spenden. Weil wir sie aufsuchen! Doch genau dadurch sind wir eben gefordert, diesen inneren Weg auch zu gehen, ohne daran zu zweifeln, dass sich währenddessen im Außen ein Loch auftut und wir geradewegs hinein stürzen. Das ist in den meisten Fällen nicht gegeben.

Wir können darauf vertrauen, dass sich das Außen in diesen Tagen nicht auf die Probe stellen lässt. Es wird sich weiter und weiter vergrößern, uns Angst machen wollen und Unsicherheit verteilen.

Wir sind stattdessen in uns selbst gefragt, diesen inneren Weg und die eigene gefühlte Sicherheit wieder her zu stellen, zu finden und zu halten, damit wir im Außen einen Weg sehen können, der sich lohnt zu gehen. Mit anderen, aber eben auch erst einmal nur für uns selbst.

Wenn das nur heißt sich den eigenen Dingen zu stellen, BEVOR wir uns im Außen in die Nachrichten stürzen, dann haben wir vielleicht wenigstens verstanden, dass es einen Weg geben kann, der sich nicht im großen Ganzen von dem unterscheiden muss von der Liebe, die wir uns so sehr im Leben wünschen.

Frieden ist möglich. Wir haben ihn nur vergessen. In uns selbst.


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Ziele

Veröffentlicht am 21. Januar 2020
Eckpfeiler des Lebens

Die nächsten Verdächtigen.

Wie wir es auch drehen und wenden, der nächste Koller kommt mit Sicherheit. Denn wir wollen ja nicht nur mit den anderen konkurrieren, sondern vor allem mit uns selbst.

Das hat bei mir dazu geführt, dass ich dann jedes Mal die Wut bekomme, wenn ich sehen will, was am Horizont auf mich wartet. Ich will einfach WISSEN, wie es da aussieht, was es da gibt und wie genau sich alles zusammen trägt, was dort so auf mich wartet beziehungsweise, was ich mir ausgesucht habe.

Der Punkt ist natürlich, dass ich nie dort angekommen bin „am Horizont“. Das ist schließlich der Sinn eines Punktes in der Ferne. Wir können ihn fixieren, aber nicht erreichen, jedenfalls nicht in dem Kontext, in dem ich mich befinde. Die Zukunft ist niemals im Jetzt. Punkt. Dennoch möchte ich natürlich genau dort hin. Mist, nicht wahr? Na, mal sehen.

Darüber habe ich nachgedacht. Dieser Jemand, der mir die Dinge vom Horizont vor meine Haustür stellt, bin ich. Somit bin ich auch diejenige, die zu dem jeweiligen Objekt in der Ferne navigiert, denn sonst komme ich niemals dort hin oder gar an. Das ist auch logisch. Nicht einmal ein Fremder würde mir da widersprechen, auch wenn er meine individuellen Parameter und Möglichkeiten nicht kennt.

Der Clou an der Sache ist jedoch, dass ich mich immer wieder dabei ertappt habe, wie viele Menschen damit beschäftigt sind, sich dieser inneren Reise nicht einmal zu stellen, sondern im Außen darauf zu warten, dass sich „Jemand“ ihrer annimmt. Mich eingeschlossen. Damit bin ich dann restlos überfordert gewesen, weil dieser Jemand natürlich überhaupt keine Ahnung davon hat, was ich genau und vor allem jetzt gleich haben möchte. Es ist also eine vertrackte Angelegenheit. Jeder kennt das.

Also was tun?

Ich bin nicht der Punkt dieser Intention, dass sich jeder für sich selbst einen Weg bauen und ermöglichen muss. Es ist jedoch auch nicht schwer, sich selbst wieder auf den eigenen Hintern zu setzen und die nächsten Möglichkeiten und Abenteuer zu kalkulieren, wenn wir uns denn einmal mit dieser Thematik auseinander setzen wollen. Schließlich bin ich es hier, die die Themen vorgibt, nicht wahr? Jeder macht das für sich. Ich bestimme, welche Route, welchen Kurs ich nun einschlage. Also kann ich auch bestimmen, in welche Himmelsrichtung ich navigiere, auch wenn der Wind in der scheinbar geraden falschen Richtung weht.

Dann muss ich eben eine Weile vor mich hin kreuzen, damit das Wasser mir mit der Entwicklung meiner Reise ein wenig unter die Arme greift, damit ich fühlen kann, während ich mich auf diese Ziele am weiten Horizont besinne und ein wenig besser einstimmen kann.

Wenn ich verstehen kann, dass ich es bin, die dort hin segelt, kann ich auch für mich sorgen.

Dann bin ich vielleicht ein Stückchen entspannter und auch gelassener, wenn ich mich meinem Ziel nähere. Weil ich sehen kann, dass ich Fortschritte mache. Weil ich fühlen kann, dass es voran geht. Weil es mir eine Freude ist, mich für meine Sache stark zu machen und für mich eine gute Freundin, ein guter Freund zu sein.

Das sind gute Ziele. Ich möchte mir wieder eine gute Freundin sein. Für die Ziele und Wege in mir, die mir eine Freude bereiten und die nur darauf warten, einen Moment lang verfolgt zu werden.


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Fühlen

Veröffentlicht am 15. Januar 2020
In der Brandung

Wir fühlen nicht, wir sind.

Das ist für mich der größte Punkt, über den wir sprechen müssen. Denn wenn wir sagen, dass wir etwas zu fühlen haben, weil sich jemand oder etwas in unserem Leben daneben benommen hat, sind wir nicht im Sein, oder? Wir haben eine Ausrede gefunden, mit der wir sein wollen. Aber das ist nicht das Gefühl des Seins.

Das mag sich kompliziert anfühlen, ist es aber nicht. Denn Sein und Fühlen sind ein und dasselbe. Wir können nur sein, wenn wir fühlen. Aber wir denken, dass wir sind, weil wir etwas fühlen, was wir erlebt haben. Aber das ist nicht unser Sein.

Das möchte ich erklären. Wir können nicht mit jemandem sein, ohne ihn auch zu spüren. Das ist einfach, nicht wahr? Wenn wir dann mit ihm sind, ohne ihn oder sie zu benutzen, um uns anders zu fühlen, können wir einfach sein, ohne uns zu stressen oder zu verurteilen. Wir sind einfach miteinander. Punkt.

Das ist das schönste Geschenk, was wir jemandem und uns selbst machen können. Doch die Gewissheit, dass wir sein wollen ist auch eine falsche. Denn das wäre so, als würden wir behaupten, die Welt bestünde nur, wenn wir sie auch fühlen oder sehen können. Das ist aber nicht immer der Fall, oder?

Wir sitzen auf der Erde, spüren sie aber nicht pulsieren oder vibrieren. Wir hören auch nicht, wie sie sich um die eigene Achse dreht und um die Sonne bewegt. Sie ist jedoch dennoch, sie kommt uns nur so abstrakt vor. Daher der Vergleich mit unserem eigenen Sein.

Es ist so wichtig, dass wir verstehen, dass unser Sein keine Pflicht ist. Wir haben damit nichts zu tun. Es ist einfach.

Wir können es sein, zulassen oder auch verweigern. Doch wir sind es und es ist nichts daran zu ändern, wenn wir es so einmal drastisch ausdrücken wollen.

Stattdessen können wir beschließen, was wir mit unseren Gedanken und unserem Gefühlen machen wollen, nicht wahr? Sie sind nicht so abstrakt, so fern und doch so nah. Sie verdienen unsere Aufmerksamkeit, indem wir uns fühlen, als wären wir in der Waschtrommel. Oder in der nächst besten Seifenoper.

Wir haben einen Weg in diese Gefühle gefunden und können uns nun nicht mehr vorstellen, wie wir ohne sie leben wollen. Das ist natürlich falsch. Denn wer sich nicht mehr in seinen eigenen Gedanken zurecht findet, benötigt sicherlich auch keine eigene Kur, um sich selbst zu spüren. Das tut er dann von ganz alleine. Die Gedanken werden ihm schon Beine machen. Aber das ist ja nicht das Sein, von dem ich spreche.

Wir wollen alle lieber sein als uns fühlen. Denn damit wären wir geheilt, ein Buddha auf zwei Beinen. Doch wirklich ankommen können wir nur im Sein. Das ist eine Frage der Einstellung. Wie wir auch immer dort hin kommen, ist uns überlassen.

Ich ziehe das Sein jedem Gefühl vor. Mittlerweile. Früher wollte ich lieber alles andere als das stete langsame Dasein. Es hat mir Angst gemacht. Und darum waren mir auch die Gefühle und die Tage im Chaos recht, die durch mein Verhalten und Denken auf mich einströmten.

Nun hat sich der Sturm gelegt, die Wogen geglättet und ich kann spüren, wie ich mehr und mehr in meinem Sein ankomme. Mit einem Gefühl der Nähe zu mir, mit einem Lächeln im Gesicht.

Denn es gibt es nicht für umsonst, dieses Sein. Es kostet uns die Welt, dieses Gefühl der inneren Gesamtheit. Wie kann ich da noch ruhig sein? Aber es ist auch das nicht mehr so schlimm. Ich kenne seinen Preis. Und zahle ihn gern.


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Weisheit

Veröffentlicht am 8. Januar 2020
Ebenen einer Heilung

Wann beginnen wir wieder, uns um uns selbst zu bemühen?

Wer sich schon einmal mit der Frage beschäftigt hat, ob dieser Moment ewig währt, der hat sich womöglich dennoch noch nicht im Detail mit der Frage beschäftigt, wie wir uns mit dem Alter fühlen werden, wenn sich all das hier nicht mehr so endlos „langweilig“ und gefährlich zugleich anfühlt.

Dann sind wir nicht mehr so fröhlich und leichtfertig mit den Dingen, hören uns nicht mehr die nächtlichen Unterhaltungen auf Youtube und Co an, sondern helfen uns vielmehr gegenseitig ins Bett, bevor sich der alte Ischias Nerv wieder in die eine Position drückt, die uns nervt.

Ich spreche sehr ungern vom Tod. Die meisten möchten davon nichts wissen, obwohl es unser eigener und einziger Antrieb ist. Nicht wahr?

Wie können wir einen Weg zu Ende gehen, wenn wir nicht wissen würden, dass es eines Tages oder sogar schon leider sehr schnell zu Ende sein wird mit uns? Im Gesamten, Ganzen. Alles vorbei.

Das ist für die meisten kaum auszuhalten. Und führt dazu, dass sie sich kaum mehr vor die Tür wagen, in ihren Mäuselöchern hocken und verharren, auf dass der Prinz kommt, die Prinzessin oder auch nur eine gute Gelegenheit, den Regen abzupassen, um zum Asiaten um die Ecke zu flitzen. Der hat nämlich abends ab halt neun Sushi zum halben Preis. Lecker!

Eine weitere Zeitepoche mit uns selbst. Das ist mein absoluter Traum. Denn wenn ich es schaffe bis ins hohe Alter, bin ich bestimmt weiser denn je. Dann habe ich geschafft, mit den eigenen Gefühlen die richtigen Gedanken zu formen, zu finden. Sie werden mir dann nicht mehr so auf der Nase herum tanzen, mich nerven und viele Abende mit Lektüre füllen, die ich mir erst einmal selbst erarbeiten muss.

Dann habe ich endlich frei. So mein Gedanke. Doch ob ich jemals alt werde, weiß ich nicht. Vielleicht ist es auch morgen schon vorbei. Dann habe ich diesen Teil eines schönen Lebens nicht mehr erlebt.

Dennoch möchte ich ihn in meine Pläne einschließen, denn nur dann kann er in mir wachsen, sollte ich doch das Glück haben, älter als meine eigene Oma zu werden.

Weise zu sein ist eine Tugend, sagt man. Doch es ist nichts im Vergleich zu jemandem, der sich schon zu Lebzeiten dafür entscheidet, weiterhin mit sich selbst im Kontakt zu bleiben, solche Situationen zu meiden, die ihm weh tun oder ihn gar hindern, eine friedliche Zeit zu verleben. Egal mit wem.

Stattdessen leben wir nach dem Motto „Hauptsache, die eigenen Bedürfnisse werden befriedigt und man bekommt die Teller voll geschaufelt, die wir nicht einmal in einer gesamten Woche auf futtern könnten.“ Es ist zum Heulen. Wir werden alle vereinsamen, wenn wir so weitermachen.

Eine Frau mit dem Gesicht einer Weisen hat nichts damit zu tun. Sie kann sich damit auch nicht identifizieren, versteht ihr? Es ist nicht ihr Terrain, nicht ihre Methode. Sie hat auch keine eigene. Sie ist ihr Leben lang mit sich im Reinen gewesen. Denken wir. Doch auch das ist für uns nur schwer nachvollziehbar.

Eine Weise hat ihr Leben lang dafür gekämpft, mit sich integer zu sein, sich selbst zu sehen, wenn sie auch mit einem Blick nach Außen dafür gesorgt hat, ihren Weg weiter zu gehen.

Sie konnte so für sich navigieren, ohne sich selbst zu verlieren. Weil sie nicht einmal den Faden aus der Hand gelegt hat, während sie über die Straße ging. Er lief einfach so mit. Und später, als es ihr dann leichter fiel, sich selbst zu hören, hat sie recht schnell begriffen, dass es im Außen kaum eine Weise gibt, die ihr das Wasser reichen kann. Weil es keine gibt im Außen.

Die Weisen, die wir jemals erkennen sollten, sind doch in uns selbst, im Inneren. Und somit auch für das physische Auge unsichtbar.

Was wir dennoch sehen können in den Gesichtern dieser heimlichen Stars sind die Farben der Gedanken, die ihre Gefühle in den Geist gegraben haben, Furchen bilden und uns daran erinnern, dass kein Weg einfach ist. Nicht einmal der einer Weisen.

Ich wünsche euch, dass ihr steinalt werdet. Mit dem Gefühl der Nähe zu euch selbst. Damit ihr immer einen Faden in der Hand haltet, der euch hält. Es ist ein guter Faden. Er trägt euch ins nächste Feld. Jetzt und für den Rest eures Lebens.


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Vertrauen

Veröffentlicht am 3. Januar 2020
Liebe in Schüben

Es geht bei weitem mehr darum, sich selbst zu vertrauen als anderen.

Wie könnten Menschen je einen Weg für uns bereiten, wenn wir selbst zu feige sind, überhaupt einen Fuß vor die Tür zu setzen? Das kann nichts werden. Sie werden es uns auch nicht nachsehen, wenn wir wieder und wieder in uns zusammenbrechen. Sie werden einfach ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken, was für sie lohnenswerter ist oder erscheint.

Damit sind wir dann dort, wo es sowieso für uns anfängt interessant zu werden: Allein.

Es fällt den meisten Menschen schwer, sich zu zeigen. Vor sich selbst. Dann auch noch dazu stehen, was sie sehen! Das ist fast eine aussichtslose Geschichte. Wenn da nicht die Hoffnung wäre. Die Leidenschaft, sich immer wieder einen neuen Weg bauen oder suchen zu wollen.

Wie kann das gelingen, wenn wir uns selbst nicht vertrauen?

Einen Weg zu machen oder aufzuzeigen für andere ist eine Idee. Doch die meisten können dem nicht folgen, weil sie zu unsicher sind mit sich selbst. Damit kommen sie also kaum vorwärts. Ich kann auch nicht zu ihnen gehen und sie an die Hand nehmen, einen Block weiter zerren und darauf hoffen, dass die frische Luft ihnen gut tut und sie ihren gemächlichen Schritten nun besser vertrauen anstatt sich zu geißeln und aufzuhalten auf ihrem persönlichen Weg.

Es geht nicht mit Hilfe anderer. Wir müssen da selbst hinkommen, finden, wie sich dieser Weg in uns wieder gut und sicher anfühlen kann. Doch wie?

Einen Weg gibt es bereits. Er liegt schon hinter uns. Er ist nicht vorgezeichnet, aber eben doch geschehen. Daran ist nichts mehr zu ändern, jedoch zu sehen und zu erkennen, dass wir immer noch eine Wahl haben, daran zu arbeiten, wie dieser gewesene Weg für uns einen zukünftigen ermöglichen kann. Und das geht so:

Wenn wir sehen möchten, was gewesen ist, schauen wir zurück. Dann halten sich die meisten Menschen damit auf, sich Vorwürfe zu machen. Oder den anderen. Die wenigsten freuen sich darüber, wie es war und zehren davon. Sie sehen stattdessen das, was hätte sein sollen oder was nun nicht mehr geht.

Es ist eine Zeit des Innehaltens aber gleichzeitig Kämpfens um Integrität sich selbst gegenüber. Genau dort kommt nun der neue Weg ins Spiel.

Wenn wir sehr genau sein wollen, haben wir immer und auch die Möglichkeit uns zu verstecken. In uns aber eben auch da draußen, sobald wir aus dem Bett steigen und uns dem Tag stellen.

Wenn dieser Moment ein guter werden soll, können wir uns nur darauf besinnen, dass wir uns selbst ein kleines wenig Vertrauen schenken um zu atmen, den Schritt zu gehen, den es braucht, um von A nach B zu gelangen und die Gespräche zu führen, die wir führen müssen, damit wir das sagen und klären können, was uns so wichtig ist.

Wenn wir aber darauf nicht denkbar vorbereitet sind oder uns gar dafür verurteilen, nicht klar bei Trost gewesen zu sein, können wir auch nicht darauf bauen, dass wir uns beim nächsten Mal mit Ruhe und Geduld zuhören werden. Und genau das verhindert, dass wir losgehen und uns trauen, unsere Meinung zu sagen oder für das einzustehen, was sich so wertvoll und nützlich anfühlt.

Der Grund für unser Misstrauen ist nicht der Hass oder die Angst der anderen. Wir selbst hören uns nicht zu, was sich in unseren Gedanken abspielt.

Wenn wir es tun, hören wir uns schreien und schimpfen. Wäre es in diesen Tagen nicht an der Zeit, diesen inneren Dialog ein wenig zu besänftigen, damit wir uns wieder mehr zuhören und stattdessen ein kleines wenig mehr Luft holen, bevor wir die nächste Peitsche herausholen?

Es ist noch nicht aller Tage Abend. Noch können wir einen Schritt auf uns selbst zugehen. Einen kleinen, damit wir dann später auch einen nach außen wagen können. Doch zunächst ist es wichtig, diesem inneren Weg einen Besuch abzustatten.


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Kraft

Veröffentlicht am 2. Januar 2020

Wie können wir die innere Kraft, die uns von Hause aus zusteht, nutzbar machen?

Egal was ich tue oder sage, machen möchte oder einfach bin. Es ist genau das Gleiche jeden Tag. Mehr gibt es nicht zu sein, denn ich kann weder den anderen etwas wegnehmen, was mir nicht einmal gehört, noch kann ich dafür sorgen, dass sie mir etwas von dem abgeben, was sie nicht mehr brauchen. Es ist alles nutzlos für mich.

Nicht, dass wir uns missverstehen. Ich möchte immer gerne in einen direkten Kontakt gehen. Ich mache auch Komplimente oder verschenke kleine Dinge für die Gemeinschaft, die Seele. Doch ich halte nichts davon, anderen ihre Zeit und ihre Kraft zu stehlen, indem ich sie beneide oder gar darüber spreche, wie sehr ich doch so sein möchte wie sie. Noch besser, was wäre damit eigentlich gemeint?

Ich kann meine eigene Kraft nur generieren, wie sie mir selbst gefällt und passt. Es ist nicht die körperliche gemeint, die können wir trainieren oder anhand von physiologischen und ärztlichen Beratungen verbessern.

Es ist nicht gesagt, dass es für mich auch einen Halt geben kann außerhalb dieser Welt. Darum habe ich nur die innere, mit der ich hantieren und mich auseinander setzen kann. Wie sollte es mir also gelingen, mit dem Instagram Account eines anderen hausieren zu gehen oder jemanden kopieren zu wollen? Darüber bekomme ich weder Kraft noch das Gefühl der inneren Nähe zu mir.

Es ist und bleibt ein Schloss davor, solange ich im Außen danach suche. Nur wenn ich beschließe, mich nun hinzusetzen und zu fühlen, was ich schon längst weiß, kann es gelingen, mir ein wenig Halt zu geben.

Dieser Halt ist nicht abstrakt, wie ich es gerade beschreibe. Er ist konkret, da und außerordentlich kräftig. Eine starke Person hat auch einen starken Willen, nicht wahr? Doch über den Willen allein schaffen wir es nicht, uns zu fühlen.

Es ist ein Akt der Nähe, der Liebe und Hingabe, wenn wir so wollen, diesem inneren Gefühl einen Raum zuzuschreiben, zuzugestehen, welch Daseinsberechtigung dieser innere Halt und somit die Kraft hat für uns.

Darüber kommen wir in einen Kontakt, wenn wir atmen, aber auch gleichermaßen darüber hinweg sehen, es gibt eben immer wieder und immer noch ein paar Themen, die uns die Luft abschneiden wollen. Tun sie es wirklich, könnten wir nicht leben und uns verändern.

Also ist das eine Lüge. Wir können jederzeit aufstehen und uns ein wenig die Beine vertreten, uns für den nächsten Atemzug präparieren, uns Kraft schenken, damit wir die nächste Runde in unserem eigenen Karussell überstehen, ohne alles zu erbrechen.

Es kommt somit eins zum anderen, Kraft kommt von innen. Ob wir es wollen oder nicht, die Nähe, die wir uns selbst zugestehen, mit der wir uns unterhalten, geben und auch um eine Anwesenheit bei anderen buhlen, können wir nur für den eigenen Körper und unsere eigenen Bedürfnisse umsetzen. Wie ich schon sagte, diese innere Gefühlswelt ist ein heiteres und auch absurdes Unterfangen. Wir können uns ihr nur hinterher anbieten, wenn wir schon längst drüber hinweg sind, was einmal war. Doch dann machen wir uns das Leben unnötig schwer, wieder in eine Harmonie mit uns selbst zu gelangen.

Es ist und bleibt der einzig weise und auch lebenswichtige Job sich selbst gegenüber fair zu bleiben. Denn darüber kommen wir in eine Kraft, die sich lohnt zu halten, zu fördern und in der nächsten Lebenslage anzuwenden.

Viele fördern diese innere Nähe nur allzu oft mit Handgriffen, die sie im Außen auf ihr Inneres übertragen wollen. Damit es auch noch in dieser inneren Welt von Bestand ist brauchen wir also im Inneren ähnliche Griffe, die sie uns dann auch später noch zu Hilfe eilen können, sollte unser Ego einmal handgreiflich werden. Dann kommt die Kraft ins Spiel, mit der wir uns innerlich beruhigen, besänftigen und auch wieder in die richtige Richtung schauen lassen können.

Es ist alles ein Versuch, mit sich selbst zu sein. Die meisten können davon bereits ein Lied singen, sich selbst wieder und wieder die Leviten zu lesen. Hören wir damit für einen Moment auf, kommen die nächsten Gedanken bestimmt auf andere Gedanken. Für einen höheren Moment voller Genugtuung und Gnade.


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Vorsätze

Veröffentlicht am 1. Januar 2020

Ein kleiner Brief an mich selbst

Nur ein kleiner, dachte ich. Und schrieb drei Stunden. Am Anfang habe ich immer dafür gesorgt, dass die letzten Tage meines Jahres für mich alleine waren. Damit ich alles noch einmal wiederkäuen konnte, was war. Für mich, aber auch für meine Gefühle, Gedanken, alles eben.

Das hat Stunden gedauert. Jetzt geht es schneller. Ich denke nicht mehr so viel darauf herum, was einmal war. Es hat sich doch längst erledigt, nicht wahr?

Wie komme ich überhaupt dazu, diesem Jetzt etwas von Früher aufdrängen zu wollen?! Das ist eine Anmaßung sonder gleichen. Aber egal. Nun sitze ich vor meinem Tagebuch und schaue aus dem Fenster. Nichts. Keine Reue. Kein Innehalten vor Scham, kein Stress. Ich habe es geschafft. 2019 ist vorbei. Ich lebe! Es könnte besser nicht sein.

Faktisch gibt es für 2020 kaum etwas zu tun, denn Dinge zu machen und sich vorzunehmen, wie sie „besser werden“ sollen sind immer mit einem Kampf in mir verbunden, den ich nicht mehr führe. Nicht mehr. Das ist vorbei. Nun kommen die nächsten Stunden und Tage einfach so auf dem Weg zu mir an meinen Gedanken vorbei. Ich kann ja auch weiterhin denken und für mich einstehen.

Doch die nächsten Stunden sind nicht mit dem Planen der nächsten Monate verbunden. Ich bin jetzt frei und kann machen, wonach mir der Kopf steht. JETZT. Nämlich nicht mehr darauf bauen, dass ich es irgendwann einmal hinkriege, den Kopf leer zu machen und mich und mein Leben zu genießen. Ich mache das einfach sofort und genieße.

Einen Tag, dann noch einen. Fertig. Schon haben wir das perfekte neue Jahr.

Wenn ihr auch einen Weg in diesen Wahnsinn wagen wollt, kommt doch einmal zur Ruhe. Nur für den Moment. Es gibt viele davon, die sich immer und wieder und wieder einmal anbieten für diese eine Tätigkeit.

Nichts machen. Auch nicht atmen? Natürlich. Aber der Rest darf Pause machen. Es reicht, wie es ist. Vor allem in euch drinnen. Also, Kopf hoch, Brust raus und einmal tief durchatmen. Es läuft sich schon gleich viel aufrechter.

Der nächste Tag ist ein neuer und auch ein kleiner Unterschied zu gestern. Weil es nichts mehr zu hetzen, zu fordern und zu vergeben gibt, weil die nächste Kurve längst hinter euch liegt. Ihr macht es euch nicht mehr schwer, sondern für den Moment einmal ein kleines wenig leichter. Und darauf könnt ihr stolz sein und euch freuen auf das, was aus euch kommt.

Happy 2020!


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Sich selbst zuhören

Veröffentlicht am 1. Januar 2020

Die eigene innere Stimme zu vernehmen ist eine Sache. Die nächste ist die Frage, was damit gemeint ist. Denn die meisten denken vermutlich, ich spreche von einem Faden, der uns gedanklich hält. Einem Wegweiser, der uns die nächsten Schritte erzählt, von dem wir nicht abweichen dürfen oder sollten, weil sonst etwas Schlimmes passiert.

Es ist so viel einfacher.

Eine Weile habe ich gedacht, dass meine Gedanken die innere Stimme abbilden und formen. Dass ich nur mit Hilfe meiner physischen Gedanken, so nenne ich sie, bestimmen kann, was in meinem Leben passiert. Damit habe ich dann tagein tagaus nur noch gedacht. Das war eine Höllenfahrt, anstrengend und wenig befriedend.

Es ist eine andere Stimme, von der ich spreche, wenn ich die innere meine. Sie hat mit Vertrauen zu tun.

Wenn wir mit der eigenen inneren Stimme in einen Kontakt kommen wollen, brauchen wir Vertrauen. Zunächst in unser Handeln. Das ist von unserem Denken und unseren Entscheidungen geprägt, die wir uns machen, sobald wir über eine Sache oder Begebenheit nachdenken. Das ist ein Teil des Weges, jedoch nicht der Prozess, den ich mit „der inneren Stimme treu sein“ meine.

Der inneren Stimme einen Weg zu ermöglichen kann nur gelingen, wenn wir üben, auf unseren Bauch zu hören, während wir auf unsere Gedanken achten.

Es ist leider nicht einfach zu sagen, doch so schnell gefühlt, wenn wir einmal einen Gedanken daran haben. Denn die innere Stimme ist der Bauch, ist das Gefühl, die Stimme, die sich gut anfühlt, auch wenn die Entscheidung eine schwere oder kaum zumutbare ist. Sie vertraut uns an, was wir schon längst wissen: Was sich gut und stimmig anfühlt.

Auch als Grundvertrauen bekannt ist dieser Weg vermutlich ein zu einfacher. Doch sie ist unsere einzige Chance, um mit uns in einen direkten Kontakt zu gehen, der sich lohnt aufrecht gehalten zu werden. Denn natürlich sind Gedanken, Argumente und Handlungen wertvoll und unumgänglich. Doch wenn wir nicht mit uns in einem Konsens sind, also wenn alle Gefühle, Gedanken und Werte in uns vereint sind, kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner mit uns selbst.

Das verursacht Dissonanzen, das Gefühl einer Distanz zu uns selbst. Und damit beginnt die Suche im Außen von vorne.

Wir haben eine innere Stimme, mit der wir verhandeln können. Doch wird sie uns immer wieder das sagen, was sich am besten und klarsten anfühlt. Sie stimmt sich nämlich nicht bei der nächstbesten Gelegenheit um. Sie fühlt immer das Gleiche: Was uns am nächsten ist, sich am besten anfühlt und für den nächsten logischen Schritt gebraucht wird, damit wir in einer Harmonie mit uns leben können.

Was wir hier erfahren können ist nicht mit der Wissenschaft belegbar. Glauben versetzt Berge, so sagt man. Doch heißt es auch, dass man auf seinen Bauch hören soll, wenn man am Abgrund steht.

Wie können wir da mit unseren Argumenten mithalten, wenn sich die Frage gar nicht auftut, ob wir springen oder nicht? Wir gehen einfach zum nächsten Bergabschnitt, zur nächsten Abzweigung, die sicherer ist. Weil sich dieser Moment nicht richtig anfühlt, nicht lebenswert. Damit sind wir dann einen Schritt näher bei uns selbst. Nicht näher beim Abgrund oder bei jemand anderem, aber eben mit dem Gefühl der inneren Sicherheit, dass wir uns auf uns selbst verlassen können und uns sicherlich nicht mehr in die Gefahr einer Situation begeben werden, die uns keinen Halt gibt.

Wir bestimmen also selbst, wie stark wir uns mit uns selbst in eine Verbindung begeben, wie stark wir uns verbinden.

Es ist jetzt nur die Frage, wer kann sich das noch erlauben und leisten? Sind wir nicht alle zu sehr damit beschäftigt, diese Stimme, von der ich spreche, zum Schweigen zu bringen, um zu parieren, zu funktionieren?

Genau. Darum sprechen wir. Weil es nicht anders geht, wenn wir in Harmonie mit uns selbst sein möchten. Weil wir uns selbst keine Ideen oder Geschichten verkaufen können. Sie werden uns immer nur daran erinnern, wie wir versucht haben, uns selbst über den Tisch zu ziehen und uns auszuschlachten für den nächsten 1. Platz, den wir nicht einmal haben möchten. Stattdessen hören wir wieder und wieder den Gedanken anderer zu und finden, dass sie sogar Recht haben. Es geht nicht mehr, wir müssen handeln. Und schon sind wir wieder gefangen.

Eine innere Stimme zu haben ist leicht. Jeder hat seine. Dennoch ist sie schwerer zu hören als wir gelernt haben und denken. Es ist also eine Notwendigkeit für jeden, der sich näher kennenlernen möchte, mit dieser inneren Form der Unterhaltung zu beginnen, mit sich selbst zu forschen, was gemeint ist, wenn ich sage, die innere Stimme hat einen Namen. Einen Platz in unseren Armen.


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Gefühle im Alltag

Veröffentlicht am 12. Dezember 2019

Es ist möglich, mit unserem Innenleben friedlich zu sein.

Mit Worten können wir eine Menge bewegen. Im Guten wie im Schlechten. Das betrifft vor allem unsere eigene Gefühlswelt, denn wenn wir sie nicht schützen und pflegen, kommen wir schnell auch im Außen an unsere Grenzen.

Mein Weg begann mit Tagebucheinträgen. Gedanken aufschreiben, sortieren, nachfühlen. Weil mir nichts anderes half, mit mir in einen liebevollen Kontakt zu kommen. Damals, vor mehr als 30 Jahren.

Jetzt kann ich endlich davon zehren und mit mir sein, ohne jede Minute auf der Hut sein zu müssen, dass mir wieder ein Gedanke auf der Nase herum tanzt. Weil ich jetzt weiß, wie ich mit ihm umzugehen habe.

Wir sind Freunde geworden. Meine Gedanken, aber vor allem meine Gefühle und ich.

Menschen, die mit ihren inneren Geschichten und Gesprächen in sich selbst umgehen können, sind auch im Alltag ein Stück weit sicherer und können sich frei entfalten. Weil sie in Ruhe mit sich sind, in einem inneren Gleichgewicht.

Ziele beginnen im Innen. Und Gefühle eben auch.

Ich lade Sie ein, sich wieder einzulassen. Auf sich selbst.

Hier können Sie mit mir ein Stück weit reisen, ohne sich zu verzetteln.

Innen kenn ich mich gut aus. Wie sieht’s bei Ihnen aus?


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Vertrauen kann man bauen – sich was (zu)trauen!

Veröffentlicht am 11. Januar 2019

Sie lernen bei mir, sich wieder zu vertrauen, (auf) sich zu hören und für sich selbst einzustehen.

Ihre eigene Stimme im Bauch ist nicht doof oder tot. Sie ist lediglich verschütt gegangen und wir finden eine Lösung, mit der Sie sie deutlich und vor allem auch mit großer Freude hören lernen können.

Ich kann diese Stimmen in uns hören. Können Sie das auch?

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